{"id":1303,"date":"2012-01-15T10:51:49","date_gmt":"2012-01-15T08:51:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amazing-michael.de\/?p=1303"},"modified":"2016-01-05T20:59:33","modified_gmt":"2016-01-05T19:59:33","slug":"der-sandman-on-tour","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.amazing-michael.de\/wordpress_44\/2012\/01\/15\/der-sandman-on-tour\/","title":{"rendered":"Der Sandman on Tour"},"content":{"rendered":"<p>ngg_shortcode_0_placeholder <strong>29. Dezember &#8211; 14. Januar 2012<\/strong><br \/>\nAus der W\u00fcste kommend, lande ich Abends um 20 Uhr in Cairns, an der Nordostk\u00fcste von Australien. Ok, es ist ein klein wenig k\u00fchler &#8211; mit etwa 28 Grad &#8211; daf\u00fcr ist die Luftfeuchte verdammt hoch. Ich bin im tropischen Regenwald und es ist Regenzeit &#8211; na super &#8230;<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Ostk\u00fcste habe ich mir im Vorfeld einen Campervan reserviert. Noch sind jedoch zwei Tage Zeit bis ich mein Baby abholen kann. So erkunde ich die Stadt in den wenigen Regenpausen. N\u00f6rdlich von Cairns liegt die Skyrail, eine Seilbahn, welche auf 7 km L\u00e4nge \u00fcber den tropischen Regenwald hinweg verl\u00e4uft. Ein wirklich sch\u00f6ner Trip, den wohl sogar schon Queen Elizabeth II mit ihrem Mann vor einigen Jahren gemacht hat.<\/p>\n<p>Ansonsten hat Cairns nicht sooo viel zu bieten. Es ist mehr die Ausgangsbasis f\u00fcr viele Touren in alle Richtungen. Eines ist jedoch erw\u00e4hnenswert: Tausende von Flederm\u00e4usen h\u00e4ngen hier tags\u00fcber in den B\u00e4umen rum und machen krach. In der D\u00e4mmerung kommen sie dann raus und f\u00e4rben den Himmel schwarz. &#8211; Ein beeindruckendes Schauspiel.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_1_placeholder Am 28. Dezember hole ich meinen Camper &#8211; den Sandman &#8211; ab und entschlie\u00dfe mich kurz vor Silvester noch Richtung Norden aufzubrechen &#8211; weiter hinein in die immerfeuchten Tropen. Ich \u00fcberquere einen krokodilverseuchten Fluss &#8211; mit der F\u00e4hre *grins* &#8211; und komme in Cape Tribulation an. &#8211; Dort wo der Regenwald auf den Ozean trifft und man ohne Allradfahrzeug auch nicht sehr viel weiterkommt.<\/p>\n<p>Dort feiere ich dann auf einem kleinen Campingplatz Silvester &#8211; zusammen mit meiner Flasche Captain Morgan, welche ich f\u00fcr g\u00fcnstige 35 Dollar erstanden habe. Ich unterhalte mich mit einem \u00e4lteren Ehepaar, ob es wirklich so viele Krokodile hier gibt in den Fl\u00fcssen. Der Mann best\u00e4tigt mir das:<\/p>\n<blockquote><p>They`ll get you. When not this day, then on another. But finalley they`ll get you &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ok, gehe ich hier also nicht schwimmen oder meine Wasserflasche f\u00fcllen (Falls jemand sich noch an Crocodile Dundee erinnert&#8230;)<\/p>\n<p>ngg_shortcode_2_placeholder Am n\u00e4chsten Morgen geht es dann, nachdem ich meinen &#8222;kleinen&#8220; Kater \u00fcberwunden habe und sicher bin fahrt\u00fcchtig zu sein, auf, immer Richtung S\u00fcden. 2500 Kilometer liegen vor mir und ich habe 14 Tage Zeit. Das sollte zu schaffen sein.<br \/>\nAuf meinem Weg \u00fcbernachte ich abwechselnd auf kostenpflichtigen &#8222;powered campsites&#8220;, auch um die Batterien von Handy, Laptop und zweiter Autobatterie zu laden und freien &#8222;Rest Areas&#8220;, wo man oft auch f\u00fcr eine Nacht stehen darf. Nat\u00fcrlich hat man hier weniger Komfort und h\u00e4ufig keine Duschen. Daf\u00fcr gibt es aber oft Duschen an den Str\u00e4nden, wohl um das Salzwasser vom Ozean abzuwaschen.<\/p>\n<p>Wenn man ein bisschen sucht oder Einheimische fragt, kann man wirklich sch\u00f6ne Pl\u00e4tze zum \u00fcbernachten finden. Oft direkt am Strand oder an einem See. Mein Weg f\u00fchrt vorbei an vielen sch\u00f6nen Panoramen, Landschaften oder auch Wasserf\u00e4llen, z.B. den Millaa Millaa Falls unter denen man sogar baden darf.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholder In Townsville jage ich meinen Sandman den knapp 300 Meter hohen Hausberg &#8222;Castle Hill&#8220; hoch, den auch erstaunlich viele Jogger nutzen, und genie\u00dfe morgens den sch\u00f6nen Panoramablick \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p>Neben vielen tollen Erfahrungen und Begegnungen (Nein Julia, es gibt hier wirklich keine h\u00fcbschen Frauen in Australien &#8211; ich schw\u00f6re! *grins*) m\u00f6chte ich zwei besondere Highlights erw\u00e4hnen: Die Whitsunday Islands und Fraser Island.<br \/>\nDie Whitsundays sind eine Inselgruppe mit 74 Inseln von denen die meisten Nationalparkstatus haben. Ich komme mit meinem Bus Abends im Airlie Beach an und buche eine der letzten verf\u00fcgbaren Tagestouren f\u00fcr morgen. Meine gew\u00fcnschte Segeltour war leider nicht mehr verf\u00fcgbar. So muss ich mit der Katamaranf\u00e4hre und einem Zwei-Insel-Trip vorlieb nehmen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholder Zuerst besuche ich Hamilton Island, die gr\u00f6\u00dfte bewohnte Insel der Whitsundays. Die ganze Insel ist wie ein gro\u00dfes Ferienresort mit Pools, Hotels und kleinen Golfwagen die \u00fcberall rumfahren. Sie ist wohl bei australischen Familien unheimlich beliebt.<br \/>\nViel besser gef\u00e4llt mir die gr\u00f6\u00dfte der Inseln, welche wir am Nachmittag besuchen: Whitsunday. Sie ist bis auf einen kleinen Campingplatz unbewohnt und besitzt einen der sch\u00f6nsten Str\u00e4nde der Welt: Whitehaven Beach. ngg_shortcode_5_placeholder Da die Insel ein Nationalpark ist, wird penibel darauf geachtet, dass kein Abfall dort zur\u00fcckgelassen wird. Nichtmal einen Zigarettenstummel findet man hier. Mit einem Quarzgehalt von 99,89 % besitzt der Strand au\u00dferdem den wei\u00dfesten Sand der Welt (so wie Zingst fr\u00fcher *schluchzz*). Fr\u00fcher wurden hochreine optische Systeme damit gefertigt, heute ist es streng verboten Sand in der Badeshorts wegzuschmuggeln. Was wohl immer wieder Leute versuchen. \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Weiter s\u00fcdlich die K\u00fcste entlang kommt man nach einigen hundert Kilometern nach Hervey Bay. Von hier aus buche ich eine Premium Tagestour (yeah) nach Fraser Island. &#8211; mit einer L\u00e4nge von 120 km und einer durchschnittlichen Breite von 15 km die gr\u00f6\u00dfte nur aus Sand bestehende Insel der Welt. ngg_shortcode_6_placeholder Deshalb darf ich auch mit meinem &#8222;Sandman&#8220; dort nicht drauf, weil der leider nur zwei Antriebsr\u00e4der hat. Mit der F\u00e4hre dort angekommen, bin ich dann sehr froh, es nicht trotzdem versucht zu haben.<br \/>\nStattdessen setzt &#8222;Fraser Explorer Tours&#8220; auf gute deutsche Ingenieurskunst: MAN. Ein nagelneuer, umgebauter Allrad-LKW mit insgesamt 16 G\u00e4ngen und einem Kriechgang, wenn ich es richtig in Erinnnerung habe?! Die durchschnittliche Halbwertszeit dieser Babies auf Fraser betr\u00e4gt wohl 8 statt der f\u00fcr einen solchen LKW \u00fcblichen 20 Jahre.<br \/>\nAuf Fraser besichtigen wir zuerst eine alte Holzf\u00e4llerstation, da eine spezielle Baumart hier wohl f\u00fcr Schiffsmasten sehr beliebt war, da extrem gerade wachsend und sehr elastisch. Heute ist Fraser Naturschutzgebiet, das hei\u00dft nichts darf von der Insel entfernt werden. Es gibt wohl auch tats\u00e4chlich wieder eine kleine Aboriginesgemeinschaft hier. Bei der Holzf\u00e4llerstation sehe ich auch meine erste Giftschlange in freier Wildbahn! &#8211; Und ich habe auch wirklich ein bisschen Angst. Bislang hatte ich nur tote K\u00e4ngurus oder Schlangen am Stra\u00dfenrand gesehen. &#8211; Aber dieser Taipan lebt und ich bin sicher &#8230; er hat es auf mich abgesehen. *grins*<br \/>\nIch entkomme mit viel M\u00fche und rette mich in den Bus, um mich am Eli Creek zu erholen. Diesen S\u00fc\u00dfwasserfluss, durch den bestes, 60 Jahre sandgefiltertes Trinkwasser direkt in den Ozean flie\u00dft, erreichen wir \u00fcber den &#8222;75-Mile-Beach&#8220;. Ja! Man darf hier tats\u00e4chlich am Strand fahren und es gelten die \u00fcblichen Verkehrsregeln, da dieser Strand in Australien Highwaystatus besitzt.<\/p>\n<div style=\"width: 320px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-1303-1\" width=\"320\" height=\"180\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/x-flv\" src=\"http:\/\/www.amazing-michael.de\/wordpress_44\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/p1080937.flv?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.amazing-michael.de\/wordpress_44\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/p1080937.flv\">http:\/\/www.amazing-michael.de\/wordpress_44\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/p1080937.flv<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Abschluss des Tages auf Fraser kr\u00f6nt ein Besuch des Lake McKenzie. Dies ist ein S\u00fc\u00dfwassersee im Inneren der Insel mit Bilderbuchcharakter. Dort kann man gefahrlos baden, ohne lebensgef\u00e4hrliche Quallen, Krokodile oder Schlangen. Nur einige der vielen Wildhunde Frasers &#8211; der Dingos &#8211; schnappen sich hier wohl gern das Gep\u00e4ck der Touristen, um es nach Essbarem zu durchsuchen.<\/p>\n<p>Am Ende meines zweiw\u00f6chigen Roadtrips komme ich planm\u00e4\u00dfig in Brisbane an. Hier gebe ich den Sandman ab, erkunde ein wenig die Stadt und wasche mein Zeug. Nat\u00fcrlich genie\u00dfe ich auch die Klimaanlage meines Zimmers &#8211; gerade Nachts. Ich entscheide mich auf meinem Weg nach Sydney einen Zwischenstopp in Byron Bay einzulegen. Dorthin werde ich morgen mit dem Greyhound aufbrechen, um mir ein paar Tricks von den Surfern zeigen zu lassen &#8230;<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29. Dezember &#8211; 14. 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